In between Worlds


Die CD Aufnahme von In between worlds mit den Kindern und Jugendlichen des „Ensemble für Neue Musik“, ist ein besonderes Ergebniss eines besonderen konzepts. 7 junge Cellisten, die neben dem Cello noch mindestens 3 zusätzliche Klanginstrumente spielen (Percussioninstrumente, Wassergläser, Xylophon,etc.) erarbeiten unter meiner Anleitung ein Stück, bei dem akustische Kläng in Collagen Form, zu einem schlüssigen Ganzem, einer Komposition zusammenwachsen.

Ausgehend von einem kammermusikalischen Training mit klassischer Literatur, bei dem die musikalischen Interaktionen, dass aufeinander reagieren, aufeinander hören, im Vordergrund stand, entwickelte die Gruppe die Fähigkeiten für den Umgang mit neuen Formen.

Die jungen Spieler fanden nach meiner Aufforderung das Instrument als solches zu benutzen ohne Anleitungen viele der gängigen Spielmöglichkeiten auf dem Cello ( Flageolets, Stachel streichen Percussion, hinter dem Steg streichen etc).

Daraus formten wir gemeinsam ein Stück, bei dem Anordnung und Zeitlicher Ablauf der Klänge festgelegt wurde. Das erstaunliche war wie zielgenau und geschmackvoll die einzelnen Elementblöcke zusammengefügt wurden und die Kinder ein sensibles emotionales Gespür für die Athmosphären der Klänge entwickelten.

So enstanden exakte Spielanleitungen, die eine genaue Festlegung in Bezug auf Tonhöhen und Klang waren und durch gemeinsame Interaktionenen lebendig wurden.

Wir erforschten den Reichtum der leisen Klänge und fanden so eine gemeinsame Tonsprache, die das Stück wie von selbst gestaltete.

Wir übten unermüdlich und so wuchsen die Elemente zu einem selbstverständlichen Ganzem zusammen.

Die Aufnahme im großem Saal desTonstudio in Sandhausen, war dann ein

ein richtiges Highlight. Nach dem aufwändigen Einrichten, Einpegeln und einem kurzen Take der ersten Takte, erfolgte der ertse Gesamtdurchlauf.

Schon nach den ersten Tönen spürte man die große Konzentration zu dem das Ensemble fähig ist. Es entstand ein Emotionaler athmosphärischer Raum, der selten bei Aufnahmen erreicht wird, durch die fraglose Hingabe der Spieler in den kreativen musikalischen Prozess.

Schon beim Abhören des ersten Takes war irgendwie klar, dass es das war und so machten wir nur noch einen Take zur Sicherheit für einige Stellen.

Die Aufnahme verrät nicht, dass hier Kinder und Jugendliche spielen, im Gegenteil, sie zeigt , dass gerade Kinder und Jugendliche, bei entsprechender Anleitungen, zu der großen Tugenden des Musikmachens aus dem Augenblick etwas zu machen, etwas zu riskieren, dabei aus den Emotionen zu schöpfen und authentisch zu sein, besonders befähigt sind.

Es war für mich eine wunderbares und bereicherndes Erlebniss mit diesen Musikern zu arbeiten.

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